Gefäßsport

Gefäßsport dient der Behandlung von Durchblutungsstörungen der Beine. Ziel ist es hierbei, die Blut- und Sauerstoffversorgung soweit zu verbessern, dass sich Patienten, die unter der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ leiden, wieder schmerzfrei bewegen können. Ursache der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) ist in den meisten Fällen eine Arteriosklerose, die zu einer allmählich fortschreitenden Verengung und Verkalkung der Arterien führt.

Heutzutage sehen viele Menschen eine Verschlusskrankheit an den Extremitäten (pAVK) als wenig bedrohlich an. Doch Sie sollten eine solche Erkrankung ernst nehmen. Schließlich kommt es zu Gefäßablagerungen an den Extremitäten, wodurch sich das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall stark erhöht.

Ihr Nutzen und Ihre Vorteile

Eine Teilnahme an einer Gefäßsportgruppe ist sinnvoll, wenn Ihr Arzt verengende und verschließende Veränderungen der Aorta und der Extremitäten festgestellt hat bzw. bei Ihnen eine Gefäßoperation erfolgte. Ursache hierfür sind Verkalkungen der Blutgefäße.

Durch die Teilnahme an einer ambulanten Gefäßsportgruppe erreichen Sie durch regelmäßiges Training mehr Stabilität im Umgang mit Ihrer Erkrankung. Ziel Ihres Sporttherapeuten ist es, ihre Gehstrecke zu verlängern, Kollateralen auszubilden, ihre Durchblutung zu optimieren sowie ihre Muskelspannung zu senken. Natürlich machen Übungen in einer Gruppe, mit Menschen die an der gleichen Erkrankung leiden, gleich viel mehr Spaß und Sie sind motivierter, etwas für sich zu tun.

Was sind die Inhalte in einer Gefäßsportgruppe?

  • spezielles Gehtraining zur Verlängerung der Gehstrecke
  • Gangschulung, koordinatives Training
  • Funktionsgymnastik
  • Muskeldehnungsübungen
  • Entspannungsübungen
  • Spezielle Tipps für das Training zu Haus

Wer leitet die Gefäßsportgruppe?

Ihre Gefäßsportgruppe wird geleitet von Sportwissenschaftlern mit speziellen Zusatzausbildungen für den Gefäßsport, die nach dem Trainingskonzept des Angiologen Dr. med. Clemens Fahrig und des Sporttherapeuten Dr. rer. nat. Frank-Timo Lange arbeiten.

Wer bezahlt meine Behandlung?

Kostenübernahme

Die Verordnung erfolgt i.d.R. durch Ihren Hausarzt oder Facharzt für Angiologie, innere Medizin sowie durch die Entlassabteilungen stationärer Rehaeinrichtungen. Im Regelfall erfolgt die ärztliche Verordnung für die Absolvierung von 50 Gefäßsporteinheiten à 45 Minuten in höchstens 18 Monaten bei bis zu zwei Übungsveranstaltungen/Woche

Wenn Sie von Ihrem Arzt eine Gefäßssportverordnung erhalten haben, dann kommt Ihre Krankenkasse für die Kosten auf. Spezielles Laufbandtraining und weitere Leistungspakete können mit einem finanziellen Eigenanteil dazu gebucht werden.

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