Psychische Erkrankungen

Auch bei geistigen und seelischen Störungen kommt die Ergotherapie zum Einsatz. Abhängig vom Krankheitsbild und von der Situation des Betroffenen stehen dem Ergotherapeuten verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung, wobei die ergotherapeutische Behandlung stets darauf abzielt, die emotionalen, geistigen und sozialen Fähigkeiten des Patienten aufzubauen.

Beispielsweise hilft die „ausdruckszentrierte Methode“ dem Betroffenen, seine Gefühle und Wünsche zu erkennen und auszudrücken, während bei der „kompetenzzentrierten Methode“ Übungen aus dem alltäglichen und lebenspraktischen Bereich eingesetzt werden, um verloren gegangene oder bisher nicht vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben und zu trainieren.

Unsere Ziele sind, dass Sie trotz Ihrer besonderen gesundheitlichen Herausforderung Ihren Alltag möglichst lange selbst regeln können, selbstbewusst am Leben teilnehmen und sich Ihre Würde erhalten.

Wir behandeln

Wir behandeln Sie unter anderem bei folgenden psychischen Problemstellungen:

  • Burnout
  • Demenz
  • Schizophrenie
  • Suchtproblematiken
  • Depression

Wo können wir helfen?

Bei psychischen Funktionseinschränkungen streben wir in der Ergotherapie unter anderem folgendes an:

  • Verbesserung von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Angstbewältigung
  • Erhöhung der Kontaktfähigkeit
  • Erhöhung von Selbstvertrauen und Realitätsbezogenheit
  • Verbesserung der Orientierung und Belastbarkeit

Fallbeispiel 1

Wie helfen wir Frau M.?

Aufgrund ihrer Demenzerkrankung hat Frau M. (69 J.) Alltagsprobleme bei der Hygiene und der Haushaltsführung. Sie vergisst die Zahnpasta oder nutzt immer öfter den Waschlappen zum abtrocken und beim Kochen schaltet sie die Kochfläche häufiger nicht rechtzeitig an oder würzt die Nudeln statt Salz mit Pfeffer.

Innerhalb eines Haushaltstrainings soll sie nun die einzelnen Handlungsschritte wieder verinnerlichen, sie soll motiviert bleiben diese Handlungen weiterhin durchzuführen und somit auch die benötigte Beweglichkeit zu behalten um letztendlich Selbstständigkeit zu bleiben.

Fallbeispiel 2

Wie helfen wir Herrn K.?

Herr K. ist depressiv und nimmt schon länger an den Gruppenangeboten unserer Ergotherapie teil. Er profitiert vom Austausch mit den anderen Patienten und zeigt viel Interesse wenn körperorientierte Schwerpunkte wie zum Beispiel Wahrnehmungs- oder Entspannungstraining mit Traumreisen auf dem Programm stehen. Aber auch bei verbalen Inhalten, wo es Themengespräche sowie handlungsorientierte Übungen wie Kochen gibt, gewinnt Herr K zusehends an Selbstvertrauen.

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