Ergotherapie bei ADS- und ADHS-Störungen

Ergotherapie bei ADS- und ADHS-Störungen

Zuerst soll es kurz um die meist pädiatrische Diagnose des ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) gehen.
Beide Symptomatiken haben einen Mangel an Konzentrationsvermögen und Ausdauer. Auch eine ausgeprägte Impulsivität und extreme Unruhe (Hyperaktivität) gehören zu den Symptomen. Dies kann zu massiven Einbrüchen in der schulischen und beruflichen Leistungsfähigkeit führen.
Mögliche Folgen: Lern- oder berufliche Schwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Probleme im Umgang mit Anderen.
Ursachen: Wahrscheinlich überwiegend genetisch, aber auch ungünstige Umwelteinflüsse als Auslöser.
Diagnostik: Erfragen typischer Kennzeichen, Verhaltensbeobachtungen, Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Krankheiten als Ursache.
Therapie: Ergotherapie, Verhaltenstherapie, gegebenenfalls in Kombination mit Medikamenten. Schulung der Eltern für den Umgang mit den Kindern.
Prognose: Bleibt als „ADS“ häufig bis ins Erwachsenenalter bestehen. Hyperaktivität nimmt dann ab. Unbehandelt drohen gravierende Folgen für berufliches und privates Leben.
Ergotherapie kann hierbei helfen einen Umgang mit der eigenen Symptomatik zu erlernen. Dabei werden Techniken zur Selbsthilfe vermittelt, die die Lebensqualität der betroffenen Person steigern können. Weitere mögliche Ziele können die Verlängerung des Aufmerksamkeitszeitraumes sein und eine Verbesserung des Fokussierens.
Da uns die Behandlung von Kindern mit ADS und ADHS sehr am Herzen liegt, bilden wir uns auf diesem Gebiet stetig fort und erweitern unser Angebot mit einer Sportgruppe für Kindern ab 6 Jahren, die einen speziellen Fokus auf den Hintergrund der Diagnose hat.

Olivier Schmidt,
Fachliche Leitung der Ergotherapie im Gesundheitszentrum Zehlendorf