Alltagsrelevantes aus der Welt der Kardiologie

 

Liebe Leserinnen und Leser, im folgenden Artikel möchte ich zwei alltagsrelevante Themen aus der Welt der Kardiologie aufgreifen und ein paar Antworten dazu liefern.

Wie verhält es sich mit Herzerkrankungen und dem Saunieren ?

Saunergänger benötigen ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Entgegen der ersten Annahme, dass der Blutdruck während des Saunaganges sinkt, zeigen Untersuchungen bei Gesunden , dass Herzfrequenz und oft auch der Blutdruck steigen und erst in der Ruhephase danach abfallen. Der Blutdruck kann sogar kontinuierlich steigen und sinkt dann zum Teil unter das Ausgangsniveau.Die gesamte Herzleistung steigt bis zu 80% an. Saunagänge sind damit zumindest so anstrengend wie eine Ergometrie und entsprechen etwa bei 20 Minuten und 90 °C einer ergometrischen Belastung von 60-100 Watt und dürften damit ebenfalls die körperliche Fitness fordern und fördern.
Für Herzkranke gilt, dass vor einem Saunagang eine ergometrische Belastbarkeit von zumindest 75 Watt vorhanden sein sollte. Überdies sollte das Saunieren bei Temperaturen von 60-70°C begonnen und darauf geachtet werden, dass der Puls nicht über die Trainingsherzfrequenz steigt.
Worauf man verzichten sollte, ist das plötzliche Abkühlen, dabei kommt es zu einem massiven Butdruckanstieg mit einer deutlichen Herzbelastung. Lauwarmes Abduschen oder Abkühlen im Ruheraum wären passend.
Grundsätzlich sind also Saunagänge für Herzkranke nicht kontraindiziert (verboten), dennoch sollten sich Herzkranke bei der Hausärztin oder dem Hausarzt oder bei ihrer Kardiologin oder ihrem Kardiologen nochmal versichern, dass Saunieren möglich ist und die entsprechende Dauer und vorherrschende Temperatur des Saunaganges erfragen, da Herzmedikamente (Blutdruckmedikamente und ß-Blocker) oftmals eine natürliche Reaktion des Körpers auf die Umstände verzögern oder verhindern und dadurch zusätzliche Probleme auftreten können.
Abschließend eine traurige Nachricht: Leider beruht der Abnehmefekt beim Saunieren lediglich auf dem Flüssigkeitsverlust, das Fett schmilzt leider nicht weg.

Ist die E-Zigarette eine Alternative zur Zigarette bei Herzkranken ?

Seit Jahrzehnten wissen wir, dass das Rauchen von Zigaretten Herzkrankheiten begünstigt und als einer der grössten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gilt.
Rauchen erhöht bei jüngeren Menschen massiv das Risiko eines Herzinfarkts: Bei Rauchern unter 50 Jahren ist die Gefahr eines Infarkts achtmal höher als bei Nichtrauchern.
Mit zunehmenden Alter wird der Unterschied zwischen Rauchern und Nichtrauchern dann leicht geringer. Bei Rauchern über 50 Jahren ist das Risiko fünfmal höher als bei Nichtrauchern. Raucher bekommen den Herzinfarkt im Durchschnitt zehn Jahre früher als Nichtraucher oder Exraucher. Gründe dafür gibt es genug.
Im Tabakrauch sind über 4.000 verschiedene Substanzen enthalten, von denen viele giftig für den menschlichen Körper sind. Unteranderem macht das Rauchen das Blut viskös und lässt die Blutplättchen eher verklumpen, steigert nachweisbar den Blutdruck, senkt das gute Cholesterin (HDL) und erhöht das schlechte (LDL) und schädigt direkt die Gefäßinnenwände und führt somit direkt zur Arteriosklerose ( Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen).
Erschütternd ist, dass nur eine wirkliche Zigarettenkarenz diese Prozesse bremst, Rauchen auf niedrigem Niveau bei KHK (der Arteriosklerose der Herzgefäße) hilft kaum. In dem Fall macht die Dosis nicht wirklich das Gift (Zitat von Paracelsus: Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift – allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist. Verkürzt : „Nur die Dosis macht das Gift“) . Das Entscheidende ist eine gänzliche Beendigung des Zigarettenkonsums. Hierbei könnten E-Zigaretten helfen.
Die neuesten Prognosen besagen, dass in 5 Jahren mehr Menschen eine E-Zigarette rauchen werden als konventionelle Zigaretten. Diese werden als gesunde Alternative zum Rauchen beworben und wie Bioprodukte angepriesen . Gesund sind E-Zigaretten bei Leibe nicht. E-Zigaretten enthalten viele giftige Substanzen die die Zellen unserer Atemwege angreifen und zu Entzündungen und Schädigungen der Atemwege führen. Sie erfüllen also alle Merkmale, die zur klassischen Raucherbronchitis mit Raucherhusten führen. Die krebserregende Wirkung dürfte niedrieger sein (Vorsicht: Langzeitstudien fehlen) und die Förderung der Arteriosklerose ebenfalls. Die Nebenwirkungen des Nikotin (Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung) bleiben natürlich bestehen.
Wer also lediglich kurzfristig zur E-Zigarette greift, um sich das Rauchen abzugewöhnen, tut sich aus kardialer Sicht gesehen damit vielleicht kurzfristig einen Gefallen. Dabei sollte das Nikotin ständig reduziert und schliesslich komplett weggelassen werden. Danach sollte auch die E-Zigarette zum Wohle der Lunge verbannt werden.
Eine gesunde Alternative ist der Dampf aus der E-Zigarette auf die Dauer sicher nicht, kann jedoch bei der Entwöhnungsphase hilfreich sein.

Dr. A. Jawari
Chefarzt des Rehazentrums Westend

Rückblick: Zukunftsworkshop mit Pia Drauschke und Dr. Stefan Drauschke im Gesundheitszentrum Zehlendorf

 

Seitdem Sarah Terno (2. v. l.) als Standortleiterin und Thomas Bildstein (2. v. r.) als Stv. Standortleiter die Organisation im Gesundheitszentrum Zehlendorf übernommen haben, sind jede Menge Ideen entstanden, unser Angebot für unsere Patienten und Kursteilnehmer in 2020 auszubauen. Am 14. Dezember trafen sich Sarah Terno, Andrea Popitz (links), Thomas Bildstein und Dr. Frank-Timo Lange (rechts) zum Zukunftsworkshop mit Pia Drauschke und Dr. Stefan Drauschke (Bildmitte).

Interne Fortbildung zum Thema Feedback im Therapiezentrum am Schloss

 

Am Samstag, den 7. Dezember 2019 haben unsere beiden Inhaber und Trainer Pia Drauschke und Dr. Stefan Drauschke mit dem Team des Therapiezentrums (Christina Lang, Danny Lang, Babette Hugler, Theresa Jahn, Cecilia Lopez, Julia May, Katrin Scheufel, Uwe Szafranski) eine interne Fortbildung zum Thema Feedback durchgeführt.

Die Inhalte waren die Folgenden:

Wertschätzend Feedback geben

Der Unterschied zwischen Feedback und Urteil ist erheblich und ebenso die damit verbundene Wirkung auf andere. Zu einem guten Feedback gehört u.a. wahrzunehmen ohne zu interpretieren oder zu bewerten sowie klare verständliche Wünsche auf der Verhaltensebene zu formulieren.

Wahrnehmung ohne Interpretation und Bewertung

Es bedarf auf Grund alter Gewohnheiten einiger Übung – manche sprechen von Achtsamkeit -, einfach nur wahrzunehmen, ohne zu interpretieren oder gar zu bewerten. Wahrnehmungen beschreiben Fakten, also das, was wir mit unseren Sinnen erfassen, was wir sehen, hören, fühlen, schmecken oder riechen können.

Urteile sind immer von oben herab

Insbesondere bei negativen Rückmeldungen, von vielen auch Kritik genannt, gehen viele Menschen über die reinen Wahrnehmungen hinaus und tätigen Aussagen, dass der Gesprächspartner etwas kann oder nicht, wichtig findet oder nicht, oder gar auf der Identitätsebene ein guter oder schlechter Arzt etc. wäre. Bei diesen Aussagen handelt es sich eindeutig um Urteile, die von „oben herab“ gefällt werden, denn wir maßen uns an, über den anderen zu urteilen, beispielsweise was er kann oder nicht.

Du – Ich – Botschaften

Wenn Sie anderen ehrlich wie Sie sind ins Gesicht sagen, „Sie haben nicht aufgeräumt!“, „Du bist mir wieder ins Wort gefallen!“, dann mögen Sie in Ihrer Welt im Recht sein, doch machen Sie sich bewusst, dass diese Aussagen wie mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf andere gestoßen wirken und in der Regel Abwehr, Verteidigung und Rechtfertigung nach sich ziehen.

Wenn Sie dagegen Aussagen über eigene Bedürfnisse tätigen, wird Ihr Gesprächspartner höchstwahrscheinlich nicht abwehrend reagieren.

Feedback geben, ohne zu urteilen

Feedback ist an sich immer eine Einladung zum Lernen und ein Angebot zum Dialog, es soll dadurch besser werden oder bessere Ergebnisse sollen möglich werden.

Meist geht es wechselseitig um Rückmeldung geben und Rückmeldung nehmen, wie sehe ich andere und deren Verhalten mit den entsprechenden Resultaten, wie sehen andere mich und mein Verhalten mit den entsprechenden Resultaten?

Wenn Sie mehr darüber lesen wollen, dann empfehlen wir Ihnen unseren Change-Brief (https://www.nexthealth.de/2014/04/) und den Kolumnenband Führen im Wandel (2), welcher die neuesten Kolumnen über Kommunikation Führung und Changemanagement enthält (https://www.medhochzwei-verlag.de/Shop/ProduktDetail/buch-fuehren-im-wandel-978-3-86216-252-9).

Weihnachtsfeier der Mitarbeiter aller Standorte im Rehazentrum Westend

 

 

Am Freitag, den 6. Dezember 2019, fand um 19:30 Uhr unsere Weihnachtsfeier aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller fünf Standorte statt. Im wunderschön weihnachtlich dekorierten „kleinen Restaurant“ des Rehazentrums Westend erwartete die 45 Anwesenden ein köstliches Buffet, kreiert von unserem Küchenteam. Für alle war es eine gute Gelegenheit, sich standortübergreifend auszutauschen und – sofern dies noch nicht geschah – gegenseitig kennenzulernen.
Mit Freude sehen wir bereits jetzt der Weihnachtsfeier im nächsten Jahr entgegen!

Rückblick: Herztag im Rehazentrum Westend

 

„Herzlich Willkommen zum Herztag“  hieß es im Rehazentrum Westend am 20.11.2019.

Nun schon zum neunten Mal fand unser “Herztag“ – im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung – im Rehazentrum Westend statt.

Das Motto in diesem Jahr lautete:

„Bedrohliche Rhythmusstörungen“ – Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?

Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000 Menschen zum Opfer.  So sollte und müsste es nicht sein…

Die regelmäßigen Veranstaltungen im Rahmen der Herzwochen sollen helfen, sich zu informieren, das Risiko zu erkennen, die Herz-Lungenwiederbelebung zu üben und Möglichkeiten aufzeigen, sich zu schützen.

Neben interessanten Vorträgen unserer Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie, wurde ein buntes Rahmenprogramm mit Blutdruck- und Blutzuckermessungen sowie Beratungen zum Thema Sport und Bewegung angeboten.

Herr Chefarzt Dr. A. Jawari erklärte die beste Strategie, die koronare Herzkrankheit optimal zu behandeln und der Ärztliche Leiter, Herr Dr. S.  Belozerov informierte darüber, wann Herzrhythmusstörungen harmlos und wann sind sie bedrohlich sind.

Das bunte Rahmenprogramm mit Blutdruck- und Blutzuckermessungen wurde von unseren zahlreich erschienenen Teilnehmern rege und gerne in Anspruch genommen.

Die Übungen zur Herz-Lungenwiederbelebung an der Trainingspuppe und die Anwendung des Defibrillators fanden reges Interesse. Alle Teilnehmer waren mit viel Spaß und Freude dabei.

Viel Interesse gab es ebenso zu unseren Sportangeboten wie dem Herz- und Gefäßsport, unserer ambulanten Rehabilitation für Herzerkrankte, dem Lungensport und den Ernährungsangeboten.

Alle Mitarbeiter haben sich über die rege Teilnahme an der Veranstaltung gefreut und sich sehr gerne um unsere Gäste gekümmert.

Wir freuen uns schon auf den Herztag im nächsten Jahr!

 

Brigitte Hartges

Therapeutische Leitung

 

Dem plötzlichen Herztod vorbeugen: Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle

 

Das Auftreten des plötzlichen Herztods ist häufig verbunden mit ihm voraus gegangenen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte, die alle gemeinsam für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit verantwortlich sind. Gesunde Ernährung ist gemeinsam mit ausreichender Bewegung die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen die oben genannten Erkrankungen, insbesondere dann, wenn diese in der Familie gehäuft vorkommen.

Die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann z.B. durch einen zu hohen Salzkonsum (fördert die Entstehung von Bluthochdruck) und zu hoher Cholesterinaufnahme (fördert die Verkalkung der Gefäße) gefördert werden. Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 steht häufig in Verbindung mit bauchbetontem Übergewicht, gemeinsam mit genetischer Veranlagung (wenn beispielsweise beide Elternteile Diabetes mellitus Typ 2 haben, liegt das Risiko selbst an Diabetes zu erkranken bei 50%). Erhöhte Blutzuckerwerte werden vom Betroffenen zunächst nicht bemerkt, sodass diese über einen langen Zeitraum hinweg den Gefäßen zusetzen. Je mehr von den oben genannten Erkrankungen zusammenkommen, desto mehr steigt das Risiko für schwerwiegende Komplikationen.

Eine Ernährungsumstellung hat einen großen Einfluss auf den Verlauf dieser „Wohlstandserkrankungen“. Für all diese gelten dieselben Empfehlungen: Reduzieren der Aufnahme von Nahrungsmitteln, die nur kurz sättigen (wie Weißmehl-Produkte, Obst, Süßigkeiten…), dafür Erhöhung der Aufnahme von langanhaltend sättigenden Nahrungsmitteln (wie Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, fettarmes Fleisch, fettreicher Fisch, Milch- und Milchprodukte mit mittlerem Fettgehalt…). Der Verzehr von Pflanzenölen und fettem Fisch tut den belasteten Gefäßen gut. Durch den Einsatz von ausreichend frischen Kräutern und Gewürzen kann bei selbst zubereiteten Speisen die Salzzufuhr reduziert werden. Wichtigste Regel: Nicht hungern! Beim Verzehr von lang sattmachenden Nahrungsmitteln reichen häufig drei Mahlzeiten am Tag aus. Durch Weglassen der Zwischenmahlzeiten werden automatisch weniger Kalorien aufgenommen und das Abnehmen wird erleichtert. Die Abendmahlzeit sollte nicht nach 19 Uhr zu sich genommen werden und Süßes (auch Obst) eher auf den Mittag als Nachtisch verlegt werden. Bei konsequenter Einhaltung dieser Ernährungsempfehlungen sowie möglichst täglicher und ausdauernder Bewegung kann das Risiko eines plötzlichen Herztods effektiv vermindert werden.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Nutzen Sie unsere verschiedenen Sportangebote und die Teilnahme an der Ernährungsberatung, um im neuen Jahr durchzustarten. Es lohnt sich!

Marlene Hoff

Herzsport als Prävention gegen den plötzlichen Herztod

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Durch die Medien wird oft der Eindruck erweckt, dass Sport ein häufiger Auslöser eines plötzlichen Herztodes ist.
Dass dem nicht so ist, zeigt sich in einer aktuellen Studie aus den USA. In 14% von 186 dokumentierten Fällen trat das Ereignis während einer körperlichen Tätigkeit auf.
Nach wie vor ist eine moderate körperliche Aktivität nach einem Herzinfarkt die beste Medizin.
Im mittleren Alter werden mindestens bei der Hälfte aller Fälle Beschwerden angekündigt, vermutlich weil dem Ereignis häufig eine koronare Herzerkrankung zugrunde liegt.
Junge Menschen wiesen in fast 60% aller Fälle mindestens einen typischen kardiovaskulären Risikofaktor wie Diabetes oder Bluthochdruck auf. 61% waren übergewichtig oder adipös, 18% hatten sogar extremes Übergewicht.
Herzgruppenteilnehmer verbessern ihre körperliche Leistungsfähigkeit und entwickeln ein Gespür dafür, wo ihre körperlichen Möglichkeiten und Grenzen liegen.
Die Herzgruppe schafft Möglichkeiten, sich Wissen um gesunde Verhaltensweisen anzueignen und wie diese zur persönlichen Gewohnheit werden können.
Insgesamt erreichen Teilnehmer einer Herzgruppe eine höhere Lebensqualität, denn sie lernen Schritt für Schritt ihre persönlichen Möglichkeiten kennen, auch mit Herzerkrankung ihr Leben aktiv und genussvoll zu gestalten.
Durch regelmäßiges Training verbessert sich die Herzleistung und kann vor weiteren Beschwerden und Herztod schützen.

Christian Streubel

Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?

 

Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ fanden die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2019 mit über 1.000 Veranstaltungen statt. Das Rehazentrum Westend nahm aktiv daran teil. Grundlage der Herzwochen war die zu diesem Thema neu herausgegebene Experten-Broschüre mit Beiträgen von renommierten Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen. Im Rahmen der am 20. November erfolgten Veranstaltung wurden die zahlreichen Gäste des Rehazentrums über den plötzlichen Herztod, seine Ursachen, Auslöser und Vorboten, Therapien zur Bekämpfung der Grundkrankheiten, über die Wiederbelebung und Akuttherapie sowie psychische Probleme informiert. Nach den Vorträgen der ärztlichen Leitung Dr. Jawari und Dr. Belozerov nahmen die Besucher der Veranstaltung an den praktischen Kurz-Schulungen über die Laien-Reanimation (Herzdruckmassage/Anwendung eines Laien-AED) teil.

Die Ursachen für den plötzlichen Herztod sind vielfältig. Oft liegt eine Erkrankung der Herzkranzgefäße oder eine Herzmuskelentzündung infolge einer Virus-Infektion vor. Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen, Alkohol und Rauchen gehören zu weiteren Risikofaktoren. Bei jüngeren Menschen spielen auch erbliche Faktoren eine große Rolle. Der Verlauf ist aber immer gleich: Zuerst treten Herzrhythmusstörungen auf, die zum Kammerflimmern führen, und schließlich bleibt das Herz stehen. Die Häufigkeit des plötzlichen Herztodes lässt sich deutlich reduzieren. Die wichtigste Strategie gegen den plötzlichen Herztod besteht darin, ein erhöhtes Risiko frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln – auch wenn noch keine Herzbeschwerden vorliegen.

Patienten mit einem plötzlichen Herzkreislaufstillstand haben nur eine Chance zu überleben, wenn Zeugen vor Ort sind, die das Geschehen beobachten, richtig einschätzen und direkt nach Alarmierung der Notrufnummer (112) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Aus Angst, etwas falsch zu machen, verzichtet die Mehrheit jedoch auf Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Deutsche Herzstiftung fordert daher, dass jeder Erwachsene in der Lage sein sollte, einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu erkennen und die notwendigen Schritte bei der Erstversorgung einer bewusstlosen Person einzuleiten. In diesem Rahmen schult das Rehazentrum seine Mitarbeiter, informiert die Patienten und unterstützt somit die Bemühungen der Deutschen Herzstiftung.

Dr. med. S. Belozerov
Ärztlicher Leiter des Rehazentrums Westend

Weihnachtsfeier für unsere Patienten und Sportler im Gesundheitszentrum Lichtenberg

 

In diesem Jahr fand im Gesundheitszentrum Lichtenberg, passend zum Nikolaustag am 6.12.2019, die Weihnachtsfeier für alle Patienten und Sportler sowie deren Familienmitgliedern statt.

Wie in jedem Jahr wurde gemeinsam gesungen und gelacht, wobei der weihnachtliche Gesang aller Teilnehmer dieses Mal durch den stellvertretenden Standortleiter Bengt Krüger und seiner Gitarre begleitet worden ist.

Auch die Patienten selbst haben sich durch Beiträge, wie das Vortragen von Gedichten an dem Programm der Weihnachtsfeier beteiligt.

Der Höhepunkt in diesem Jahr stellte eine Tombola dar, bei welcher viele tolle weihnachtliche Preise gewonnen worden.

Schon heute freuen sich alle Teilnehmer auf das nächste Jahr und die damit bevorstehende Weihnachtsfeier für die Patienten, Sportler und deren Familienmitgliedern.

Das gesamte Team des Gesundheitszentrums Lichtenberg wünscht Allen eine besinnliche Weihnachtszeit im Kreise der Familie, sowie einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020.

Neues von unserem südlichsten Standort – dem Gesundheitszentrum Zehlendorf

 

Das Team des Gesundheitszentrums Zehlendorf hat sich für das neue Jahr viel vorgenommen.

Viele neue Angebote und Kurse werden an den Start gehen. Die Ideen zu den neuen Kursvarianten sind zum einen durch Erfahrungswerte unserer langjährigen Therapeuten entstanden, zum anderen aber auch durch einige Wünsche und Anregungen unserer Patienten.

Das Ergometertraining ist ein weitverbreitetes und gut funktionierendes Programm um das Herz zu stärken und die eigene Kondition zu verbessern. Auch im Gesundheitszentrum Zehlendorf wird dieses Instrument im Herzsportbereich schon lange Zeit genutzt. Ab dem neuen Jahr haben nun alle die Möglichkeit dieses konditionelle Training auch für sich zu nutzen, denn auch im orthopädischen Bereich und sogar im ganz normalen Alltag ist eine gute Ausdauer und ein starkes Herz unabdingbar. Bitte informieren sie sich in unserem Büro über Ihre Möglichkeiten.

Im Laufe des Jahres werden außerdem neue Programme, wie Beckenbodengymnastik für junge Mütter, Mama- und Babysport und Step-Aerobic hinzukommen, aber auch Entspannungs- und Stretching-Kurse und weitere Gerätegruppen werden den Kursplan des Gesundheitszentrums Zehlendorf füllen.

Wir wollen nicht nur unsere guten Vorsätze einhalten und ausbauen, sondern auch Ihnen dabei helfen, dass neue Jahr gesund und mit Bewegung beginnen zu lassen. Sicher ist auch für Sie etwas bei unserem neuen großen Angebot dabei. Gern beraten wir Sie ganz individuell bei einem unverbindlichen Gespräch und stellen Ihnen alles vor.

Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2020.

Sarah Terno, Standortleiterin
Thomas Bildstein, Stv. Standortleiter