Bobath-Therapie

Die Bobath-Therapie wurde vor mehr als 50 Jahren von Berta und Karel Bobath entwickelt und seitdem immer wieder der Zeit angepasst. Bobaths war es wichtig zu verstehen, dass es keine starren Übungen gibt, sondern die Therapie als individuelle Lösungsstrategie gesehen wird. Sie betonten immer wieder, dass die Methode offen für Neues ist. Zitat Karel Bobath: „Ob das was sie tun richtig ist, zeigen ihnen die Reaktionen der Patienten auf das was sie tun.“

Die Bobath-Therapie ist für Patienten mit einer Beeinträchtigung oder Schädigung des zentralen Nervensystems. Dazu gehören Patienten:

  • nach Schlaganfall
  • nach Schädelhirntrauma oder Hirnblutung
  • bei Multipler Sklerose
  • bei Morbus Parkinson
  • und anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen

Betroffene können Störungen bei der Kraftentwicklung der Muskulatur und der Aufnahme und Weiterverarbeitung von Sinneseindrücken aufweisen. Dies führt zu einem veränderten Körperempfinden. Die Patienten sind häufig beeinträchtigt in Gleichgewicht und der Kontrolle über Haltung und Bewegung. Sie können Handlungen nur eingeschränkt planen und durchführen. Weiterhin können sie durch Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen in ihrer Teilhabe am Leben beeinträchtigt sein. Persönlichkeitsstörungen sind ebenfalls möglich.
Der Patient steht bei der Bobath-Therapie im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Lebensqualität in einem selbstbestimmten Alltag wieder zu erlangen und Folgeschäden wie z.B. Gelenkeinschränkungen und Schmerzen möglichst zu vermeiden.
Wir im Gesundheitszentrum Lichtenberg bieten nun diese Behandlung an und freuen uns darauf, Patienten helfen zu können.

Caroline Zabel
Standortleitung Gesundheitszentrum Lichtenberg

Hinweis: Die Bobath-Therapie wurde durch wissenschaftliche Studien bisher nicht als signifikant wirksam eingestuft.

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