Dem plötzlichen Herztod vorbeugen: Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle

 

Das Auftreten des plötzlichen Herztods ist häufig verbunden mit ihm voraus gegangenen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte, die alle gemeinsam für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit verantwortlich sind. Gesunde Ernährung ist gemeinsam mit ausreichender Bewegung die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen die oben genannten Erkrankungen, insbesondere dann, wenn diese in der Familie gehäuft vorkommen.

Die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann z.B. durch einen zu hohen Salzkonsum (fördert die Entstehung von Bluthochdruck) und zu hoher Cholesterinaufnahme (fördert die Verkalkung der Gefäße) gefördert werden. Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 steht häufig in Verbindung mit bauchbetontem Übergewicht, gemeinsam mit genetischer Veranlagung (wenn beispielsweise beide Elternteile Diabetes mellitus Typ 2 haben, liegt das Risiko selbst an Diabetes zu erkranken bei 50%). Erhöhte Blutzuckerwerte werden vom Betroffenen zunächst nicht bemerkt, sodass diese über einen langen Zeitraum hinweg den Gefäßen zusetzen. Je mehr von den oben genannten Erkrankungen zusammenkommen, desto mehr steigt das Risiko für schwerwiegende Komplikationen.

Eine Ernährungsumstellung hat einen großen Einfluss auf den Verlauf dieser „Wohlstandserkrankungen“. Für all diese gelten dieselben Empfehlungen: Reduzieren der Aufnahme von Nahrungsmitteln, die nur kurz sättigen (wie Weißmehl-Produkte, Obst, Süßigkeiten…), dafür Erhöhung der Aufnahme von langanhaltend sättigenden Nahrungsmitteln (wie Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte, fettarmes Fleisch, fettreicher Fisch, Milch- und Milchprodukte mit mittlerem Fettgehalt…). Der Verzehr von Pflanzenölen und fettem Fisch tut den belasteten Gefäßen gut. Durch den Einsatz von ausreichend frischen Kräutern und Gewürzen kann bei selbst zubereiteten Speisen die Salzzufuhr reduziert werden. Wichtigste Regel: Nicht hungern! Beim Verzehr von lang sattmachenden Nahrungsmitteln reichen häufig drei Mahlzeiten am Tag aus. Durch Weglassen der Zwischenmahlzeiten werden automatisch weniger Kalorien aufgenommen und das Abnehmen wird erleichtert. Die Abendmahlzeit sollte nicht nach 19 Uhr zu sich genommen werden und Süßes (auch Obst) eher auf den Mittag als Nachtisch verlegt werden. Bei konsequenter Einhaltung dieser Ernährungsempfehlungen sowie möglichst täglicher und ausdauernder Bewegung kann das Risiko eines plötzlichen Herztods effektiv vermindert werden.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Nutzen Sie unsere verschiedenen Sportangebote und die Teilnahme an der Ernährungsberatung, um im neuen Jahr durchzustarten. Es lohnt sich!

Marlene Hoff