Ambulante Rehabilitation im Rehazentrum Westend – ein Erfahrungsbericht

 

Nach etlichen stationären Rehabilitationen hatte ich mich für ein ambulantes Programm im

Rehazentrum Westend, nach zwei Aorten-OPs, entschieden.

 

Das Gebäude kannte ich von der Autobahn, es wirkt von außen in die Jahre

gekommen, aber schon beim Vorgespräch war ich erfreut, keine Klinikatmosphäre zu erleben,

eher ein Bürohaus mit sportlicher Anbindung. Sehr freundlich entschuldigte sich eine

Mitarbeiterin für eine 10minütige Wartezeit, um dann routiniert das Notwendige mit mir zu erledigen.

 

Ja, Freundlichkeit, das ist mir an jedem einzelnen Behandlungstag dann im Haus

entgegengebracht worden, beginnend bei dem Rezeptionsteam, welches mich schon am

Morgen nett begrüßte und organisatorische Unebenheiten kompetent glattbügelte.

Ein guter Start in den Reha-Tag.

 

Die Aufnahme durch Dr. Peters war entspannt und auch mit Heiterkeit umfassend erledigt, da traf

ich dann auf viele junge und gut gelaunte Mitarbeiter, Therapeuten und Fachkräfte. Meine

individuellen Wünsche in der Behandlung waren berücksichtigt und der Behandlungsplan gut

absolvierbar, wenn auch er nicht zu unterschätzen war.

 

In all den verschiedenen sportlichen, therapeutischen und individuellen Einheiten gefiel mir

die wohlwollende, freundliche Atmosphäre, die von den Behandlern ausging. Hier ein kleiner

Spaß, dort wird herzhaft gelacht, nicht ein einziges Mal ein übles Wort oder eine

Maßregelung. Das war sehr wohltuend, da ich bereits anderes in negativer Hinsicht früher erlebte.

So fielen mir verschiedene Anforderungen leichter. Mein Eindruck verfestigte sich jeden

Tag, dass sich hier ein Team zusammengefunden hat, was gerne und mit Engagement an

der Gesundheit/Krankheit seiner Patienten arbeitet.

 

Hervorheben will ich das Team des kleinen Restaurants. Ich fand es super, dass hier jeden Tag

ein Mittagessen frisch zubereitet wird. Der Aufwand war in meinen Augen lohnend, zu oft

hatte ich in Kliniken gewärmtes Catering-Essen erhalten. Hier schmeckte es mir immer. Und

natürlich gab es auch freundliche Ansprache.

 

Wie es heute im Reha-Bereich üblich ist, hörte ich etliche Vorträge. Also dümmer bin ich

dabei nicht geworden, vieles hat mich sehr interessiert und manches ist mir bewusster und

erkennbarer geworden. Die Vortragenden haben ihre Themen in verständlicher Weise meiner

Laienhaftigkeit angepasst. Und ein kleiner Spaß ab und an machte die Sache auch mal launig.

 

Wie schön, dass es hier auch eine Fortsetzung des Gesundheitssports für mich geben wird.

Die Nachsorge ist in vieler Hinsicht wichtig. Ohne sie, aus meiner persönlichen Erfahrung,

wüsste ich nicht, ob es mich noch geben würde.

 

Bleibt es nun noch ganz herzlich meinen Dank an das gesamte Team auszusprechen.

Sie haben mir sehr geholfen, die Folgen meiner OPs zu bewältigen und mich zu verbessern.

Ihre Arbeit ist sehr wertvoll.

 

Dieter Kniebel im Januar 2019